Studien & Praktika

HI-Bolivia bietet mit seinen Sozialprojekten, seinen vielfältigen Kontakten innerhalb Boliviens und seinem Herbergsnetz eine gute Plattform für Studien und Praktika, Famulaturen in Medizin und Zahnheilkunde – im Feldeinsatz oder im Spital möglich.

Schüleraustausch

Eine Schule im Ausland zu besuchen und Unterricht in einer Fremdsprache zu haben ist nicht nur eine große Herausforderung, sondern bringt auch viele Vorteile: Du wirst deinen Horizont erweitern, Neues kennenlernen und persönlich wachsen. – Und damit auch für Deinen weiteren Lebenslauf und Deine Karriere viele Vorteile sammeln.

Wir möchten Dir gerne helfen, diese Chance warzunehmen und dich in Bolivien intensiv betreuen. – Das hat sich seit Jahren bestens bewährt! Ein Abenteuer in sicherem Zeichen.

Als Austauschschüler_in mit Volunta und Hostelling International Bolivia lebst Du für sechs Monate oder ein Jahr bei einer Gastfamilie, nimmst am Familienleben teil und gehst zur Schule.
Außerdem engagierst Du dich gemeinsam mit anderen Jugendlichen bei Hostelling International Bolivia, dem bolivianischen Jugendherbergsverband. So erhältst Du noch einen zusätzlichen Einblick in die Kultur deines Gastlandes und lernst auch außerhalb der Schule Gleichaltrige kennen, mit denen Du deine Freizeit verbringen kannst.

Zum Auslandsschuljahr in Santa Cruz gehört, neben dem Besuch einer unserer Partnerschulen, das Leben bei und in einer sorgfältig ausgewählten Familie. Durch das Zusammenleben mit einer Familie und die Teilnahme am Schulunterricht lernen die Austauschschüler_innen die spanische Sprache, die bolivianische Kultur und die Gesellschaft sozusagen von innen heraus kennen.

Den Schüleraustuasch organisieren wir in Zusammenarbeit mit unserem Partner Deutsches Rotes Kreuz in Hessen Volunta gGmbH.
Dort findest Du auch Informationen zu der Bewerbung.

Auch wenn Du vermutlich nie zuvor so sehr auf dich gestellt warst wie in deinem Schuljahr im Ausland, bist Du doch nicht allein: In Volunta hast Du einen vertrauenswürdigen Partner in Deutschland und in Bolivien wirst Du zuverlässig durch eine_n Mentor_in von HI-Bolivia betreut.

Kombi-Jahr in Bolivien

Das Kombi-Jahr richtet sich an junge Menschen, die gerade auf dem Sprung zwischen ihrer Schulzeit und dem „Danach“ (Ausbildung, Studium, etc.) stehen. Bewerben können sich Schulabgänger_innen aller Schulzweige aus ganz Deutschland.

Es kombiniert einen Gastfamilienaufenthalt mit Schulbesuch während der ersten Hälfte des Kombi-Jahres mit einem Sozial-Praktikum während der zweiten Jahreshälfte. Während des gesamten Kombi-Jahres wohnt man in einer Gastfamilie.

Hostelling International Bolivia ist mit vielen Freiwilligenprojekten in Bolivien engagiert und kennt die Bedürfnissen vor Ort, um deine Bereitschaft bestens in Projekten einzusetzen.
Beendest Du im Sommer die Schule? Dann hast Du die Möglichkeit, dich für ein Kombi-Jahr in Bolivien zu bewerben!

Eine Besonderheit des Programms ist, dass deutsche Abiturienten_innen auch das bolivianische Abitur innerhalb von fünf Monaten machen können!

Um sich für ein Kombi-Jahr oder den Schüleraustausch zu bewerben, benötigst Du keine Spanisch-Kenntnisse – allerdings solltest Du dann vor Ort für drei bis vier Wochen einen Intensiv-Sprachkurs belegen.

Das Kombijahr organisieren wir in Zusammenarbeit mit unserem Partner Deutsches Rotes Kreuz in Hessen Volunta gGmbH.

Dort findest Du auch Informationen zu der Bewerbung.

Durch Studien und Praktika  in Bolivien forschen und entdecken

Gerade im Studienumfeld europäischer Universitäten ist ein Praktikum im Ausland immer mehr erwünscht, es fördert die eigene Laufbahn ungemein. Aber auch um Erfahrungen und Praxis vor einem Studim zu sammeln, ist ein Praktikum oftmals willkommen.

Die Stiftung HI-Bolivia hat dazu breiteste Kontakte zu den verschiedenen Universitäten und Institutionen und bietet direkt im Rahmen ihrer Sozialprojekte Praktika an, welche die verschiedensten Studienrichtungen umfassen können.

Bolivien bietet für viele Wissenschaften interessante Forschungsfelder. Im Allgemeinen bieten sich vor allem die folgenden Themengebiete an:

• Bildungswesen

• Naturwissenschaften

• Gesundheitswesen

• Sozialwissenschaften

Waren es (sehr viel) früher praktisch nur Ethnolog_innen, die das eigentliche Hochland mit den noch weitgehend unentdeckten Urbewohner_innen als Studienziel hatten, erkennt man heute eine viel größere Breite an Studienfeldern, die hier interessante Themen finden.

Im Bildungswesen findet im Moment eine Öffnung zur Mehrsprachigkeit statt und natürlich müssen endlich die Landschulen mit Computeranwendungen, Internet und moderner Kommunikation den Anschluss an das geforderte Universitätsniveau der Städte erreichen. Sozialpädagogisch relevant sind das weitgehende Fehlen der Kinder-Früherfassung im ländlichen Umfeld und dort der Aufbau von Kindergärten, sowie die Ausbildung der dringend benötigten indigenen Erzieher_innen. Sehr interessant ist das Projekt der Mobilen Schule, das wir auf Anregungen aus Kreisen der Freiwilligen angegangen sind, um damit auch den noch abgelegeneren Weilern und Außengemeinden die Chance zu modernen Lerninhalten sowie auch zu Präventionsthemen zu bieten. Dort fehlen die Geldmittel für Lehrkräfte und Schulmaterial am meisten.

Bei den Naturwissenschaften gibt es Themen für Biolog_innen, da Bolivien über eine enorme Biodiversität verfügt und auch große Schutzzonen und Parks hat. Die großen Gegensätze in der Landschaft aufgrund der starken Höhendifferenzen und Klimazonen öffnen Inhalte für die beschreibenden Geograph_innen.  Ethnolog_innen können auf ganz unterschiedliche Kulturen und Sprachen der 36 noch erhaltenen indigenen Gesellschaften treffen. Gerade auch die Probleme der „Campesino“-Kleinfelder-Landwirtschaft in den Tälern und den Hochebenen des Altiplanos fordern nach Studien und Verbesserungsideen.

Mehr und mehr Interesse tritt am Gesundheitswesen in einem Entwicklungsland auf – wahrscheinlich auch wegen des Numerus Clausus in Europa und der damit hohen Einstiegshürde an medizinischen Fakultäten. Die Abiturient_innen möchten sich vorher oftmals ein klareres Bild ihrer zukünftigen Arbeit machen und engagieren sich in Kleinkrankenhäusern oder Gesundheitsstationen, oft auch konfrontiert mit ihnen völlig unbekannten Krankheiten, wie dem hier sehr häufig auftretende Chagas (eine Art Arterienverkalkung mit Spätfolgen) und dem Dengue-Fieber. Da besonders auf dem Land kaum genügend Personal von der Zentralverwaltung bezahlt werden kann, sind in den letzten Jahren durch die Zusammenarbeit zwischen dem bolivianischen Präsidenten Evo Morales und Fidel Castro weit über trausend Ärztinnen und Ärtze aus Kuba zu Hilfe geeilt, um diese Lücken zu schließen.

Wie verlockend sind nun für eine_n angehende_n Medizinstudente_in solche Kontakte?! Nicht zu sprechen von den vielen Möglichkeiten aktiver Mitarbeit bei allen Vorfällen, ab dem Unfall, der Bergung und dem Transport im Ambulanz-Geländewagen über Stock und Stein, dem Notfall, der ersten Hilfe, ja bis zur Geburt voll dabei sein zu dürfen und all dies hautnah erleben zu können.

Auch für Forschung in den Feldern Politologie und Soziologie ist Bolivien unglaublich spannend. Kaum ein Stein bleibt auf dem anderen. So muss man sich den vorgesehenen und auch bereits seit drei, vier Jahren kräftig stattfindenden Umbau der Gesellschaft Boliviens vorstellen. „El Cambio“ bedeutet einen wahrlich fundamentalen Wechsel, den wir als Europäer_innen links-sozialistisch einordnen würden.

Dazu kommt eine starke indigen-nationalistische Rückbesinnung, welche das Land nun aber mehr teilt als vereint. In eine Stimmenmehrheit dank Originärer und Mestizen („Mischlingsbürger“) im Hochland und in eine „Media Luna“ (Halbmond) genannte Region im östlichen subtropischen Tiefland. Diese wird noch immer von weißen Einwanderern und starken brasilianischen und argentinischen Einflüssen dominiert und ist klar der Wirtschaftsmotor der Nation, mit der nun größten Stadt des Landes, Santa Cruz de la Sierra mit ihren rund 1,6 Mio. Einwohner_innen.

Aber auch in den Bereichen Ethik (v.a. in Bezug auf Entwicklungshilfe/-zusammenarbeit), Nachhaltigkeit und volkswirtschaftliche Wirkung bietet Bolivien viele interessante Themen.
Oft mündet die Arbeit hier in Bolivien in Bachelor- und Masterarbeiten. Die Themenpalette ist dabei unglaublich vielfältig. Neben den bereits erwähnten Themen gab es u.a. Einsätze wie Orgel-Restauration, Mitarbeit beim Kulturfestival Sucre (angehende Eventmanagerin) oder Untersuchungen eines angehenden Bauingenieurs zur Infrastuktur in Entwicklungsländern.
Die Niederschrift in einer Thesis oder Masterarbeit bringt beiden Seiten wertvolle Impulse: Den Studierenden ihre akademische Reife, welche sie sich im Ausland und in der Praxis hart und selbstständig erarbeiten mussten, sowie den bolivianischen Partner_innen am Projekt neue Gedankenansätze, oft eine Art neue Vision, wie man dieses oder jenes Thema besser anpacken könnte.

Hostelling International Bolivia bietet mit seinem Herbergsnetz, seinen Sozialprojekten und vielfältigen Kontakten innerhalb Boliviens immer wieder eine gute Plattform für Studien und Praktika aller Art.

Wenn Dein Interesse geweckt wurde, schreibe Deine (informelle) Anfrage direkt an:
Prof. Msc. Int. Max Steiner-Zamorano: hostelling_international_bolivia@yahoo.com.
Alternativ: Anfrage per Kontaktformular