Sehenswürdigkeiten In Bolivien

Bolivien ist unglaublich reich an schöner Natur und kulturellen Stätten. Hier haben wir die Höhepunkte gesammelt. Für noch mehr spannenden Orte und Tipps hilft ein guter Reiseführer wie z.B. der "Lonely Planet".

Potosí

Der Silberreichtum des Bergs „Cerro Rico machte die Stadt im 17. Jahrhundert zu einer der größten Städte der Welt, indigene Zwangsarbeiter förderten hier für die spanische Krone Silber, tausende von ihnen verloren hier unter den unmenschlichen Bedingungen ihr Leben. Auch heute noch arbeiten hier Bergarbeiter unter extrem harten und gefährlichen Bedingungen, teilweise gibt es leider immer noch Kinderarbeit.

Im Spanischen existiert auch heute noch die Redewendung „vale un Potosí“ („das kostet ein Potosí“) – so bringt man zum Ausdruck, dass ein Gegenstand / eine Leistung sehr wertvoll ist.  Das Zentrum von Potosí ist durchgehend im Kolonialstil gehalten und stammt fast vollständig aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die Bauten, die zu den aufwändigsten und prächtigsten der Welt zählen, werden nach wie vor gut instand gehalten und sind eine der größten Touristenattraktionen der Stadt. Seit 1987 sind die kolonialen Bauten Potosís Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Dazu gehören auch die alten Industriebauten, insbesondere die Anlagen der Wasserhaltung, und die Arbeiterquartiere der barrios mitayos.

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Eine Besichtigung der Stadt und eine Führung durch die Minen ist Teil unseres Tourangebots „Salz und Silber.

Salar de Uyuni, farbige Lagunen, …


Der Salar de Uyuni liegt im Altiplano (der 3.600-4.100 m hohe Hochebene) und ist der größte Salzsee der Welt (12.000 km2). Entstanden ist diese riesige Salzfläche durch das Abtrocknen eines prähistorischen Meeres, welches in der Faltung der Anden nicht nur abgetrennt, sondern auch markant angehoben wurde.
Ein einmaliges Erlebnis von unendlicher Weite auf knapp viertausend Meter Höhe! Blauer Himmel, weißer Grund – und sonst nichts!
Im Rahmen der Touren im Geländewagen besucht man nach dem Salz dampfende Geysire, einen Ausläufer der Atacama-Wüste mit bunten Lagunen und heiße Quellen (in denen man baden kann). Ein besonders Ausrufezeichen ist zusätzlich der Besuch eines beeindruckenden Eisenbahnfriedhofes aus der Zeit der Minenzüge.

Der Besuch dieser einzigartigen Landschaft ist ein absolutes Muss für jede Bolivien-Reise!

Der Besuch des Salars und der anderen dortigen Sehenswürdigkeiten ist Teil unseres Tourangebots „Salz und Silber.

Sucre – „La Ciudad Blanca“


Die Altstadt von Sucre mit ihren weißen Gebäuden gilt als eines der am besten erhaltenen Beispiele einer spanischen Kolonialstadt in Südamerika und ist seit 1991 Weltkulturerbe der UNESCO.
Sucre ist die konstitutionelle Hauptstadt Boliviens, hier befindet sich der Oberste Gerichtshof, die Regierung hat ihren Sitz in La Paz. Mit seinen vielen Kirchen, Museen, schönen Cafés und Restaurants sowie seinen gepflegten Plätzen und Parkanlagen und der gut erhaltenen Altstadt gilt Sucre ein als eine der schönsten Städte Südamerikas.
Etwas außerhalb von Sucre (einfach und günstig mit dem Taxi zu erreichen) befinden sich sehr gut erhaltene Dinosaurier-Spuren auf einer Kalkwand.

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Tarabuco


Tarabuco, 67 km östlich von Sucre, ist vor allem für seinen traditionellen Sonntagsmarkt bekannt und zieht jedes Wochenende viele Besucher an. Aber auch unter der Woche gibt es in der Umgebung mit Textilhandwerk und der wunderschönen „Icla-Schlucht“ viel zu sehen, sodass sich ein Besuch lohnt.
Im HI-Hostel in Tarabuco leben Freiwillige, die sich vor Ort sozial engagieren.
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Höhlenmalereien „Incamachay“ bei Sucre


Rund 30 km von Sucre entfernt, in der „Cordillera de los Frailes“ befinden sich ca. 6.000 Jahre alte Höhlenmalereien. Das CEJ Cajamarca, das als Aufforstungsprojekt zum HI-Netzwerk gehört, bietet einen guten Startpunkt für eine spannende Wanderung durch schöne Landschaft mit atemberaubendem Ausblick.


La Paz / El Alto


La Paz – in jederlei Hinsicht atemberaubend, nicht nur wegen seiner Höhe von 3.000 bis 4.100 m, sondern auch weil die Stadt so wild, so echt chaotisch ist.
La Paz ist der Sitz der Verwaltung Boliviens und damit der höchstgelegene Regierungssitz der Erde. Die Stadt liegt in dem rund 1000 m tiefen Canyon des Río Chokeyapu, der in die umgebende Hochebene des Altiplano eingeschnitten ist und sich zu einem Talkessel mit einem geschützten und angenehmen Klima weitet.

Auf der Hochebene nordwestlich von La Paz ist um den internationalen Flughafen die Stadt El Alto entstanden, die nach nicht mal 30 Jahren mit ca. 950.000 Einwohnern größer als La Paz (ca. 900.000 Einwohner) ist. Hier wohnen vor allem die indigenen Aymaras,  die als ärmere Menschen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben, aus den Dörfern dorthin ziehen. Der Höhenunterschied zwischen den weiter talabwärts gelegenen südlichen Stadtteilen mit vielen Villen und dem Stadtrand am oberen Ende des Talkessels beträgt knapp 1000 m, was bei der Abfahrt von El Alto hinunter nach La Paz zu einem der spektakulärsten Ausblicke Boliviens führt. Die Wohnviertel weisen eine deutliche Übereinstimmung zwischen Höhenlage und sozialem Status auf: je höher die Lage, desto ärmer die Bewohner und umgekehrt. Bei einer durchschnittlichen Abnahme der Temperatur um 0,6 °C je 100 m liegt die Differenz zwischen den tiefsten und den höchsten Wohnlagen bei 6 °C im Jahresmittel oder oft 15 °C tagsüber.

Vor allem auch wegen der Gegensätze zwischen El Alto und La Paz sind diese Städte so faszinierend.

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Titicacasee


Der „Lago Titicaca“ ist Südamerikas zweitgrößter See, er ist etwa 15 mal so groß wie der Bodensee – und das weltweit höchstgelegene (kommerziell) schiffbare Gewässer.
Im See befindet sich eine Vielzahl großer und kleiner Inseln, von denen einige Relikte der Inka-Kultur beherbergen, zum Beispiel die Isla del Sol.
Neben des Wallfahrtorts Copacabana am Ufer des Sees lohnt es sich vor allem, auf der Isla del Sol nicht nur den Touristenort Yumani, sondern auch das Dorf Ch’alla zu besuchen – fernab des Tourismus erlebt man hier die Ursprünglichkeit von Landschaft und Menschen, Ruhe und unvergessliche Sonnenauf- und -untergänge.
Zu einer der Attraktionen des Titicaca-Sees gehören die schwimmenden Inseln der Urus. Ursprünglich begannen die Urus schwimmende Inseln zu bauen, um sich zum Beispiel vor den kriegerischen Inkas zu schützen oder zu verbergen.
Die Urus sind sehr stolz auf ihre traditionelle Lebensweise und lehnen es strikt ab, auf das Festland überzusiedeln. Allerdings haben sie den Tourismus als Einnahmequelle entdeckt und erlauben heute Besuchern die nachgiebig-schwankenden Inseln zu besuchen.
Hostelling International Bolivia betreibt auf der Isla del Sol zwei Hostels, unsere Freiwilligen engagieren sich auf der Insel.

Wir bieten eine Reise zum Titicacasee mit Besuchen von Sonnen- und Mondinsel an.

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Tupiza


Tupiza liegt landschaftlich äußerst reizvoll inmitten vielfarbiger Berge (oft flossenartig strukturierten, rotfarbigen Felssäulen in engen Canyons), weshalb sie den Beinamen La Joya Bella de Bolivia („das Schöne Schmuckstück Boliviens“) trägt.

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Tiahuanaco


Tiahuanaco ist eine bedeutende Ruinenstätte einer Prä-Inka-Kultur. Sie liegt knapp 4.000 m über dem Meeresspiegel in der kargen Hochebene des Altiplano, 70 km westlich von La Paz. Die Ruinen von Tiahuanaco zählen zu den wichtigsten archäologischen Stätten in Bolivien und gehören seit dem Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Ursprünglich lag die Stadt direkt am südlichen Ende des Titicasee, sie war als Hafenstadt gedacht. Durch Verdunstung verlor der See seine ehemalige Ausdehnung, wodurch der Ort heute etwa 20 km vom Ufer entfernt liegt.
Das dort vor rund 2000 Jahren aufgestellte Sonnentor zeigt einen Kalender mit 365 Tagen und Schaltjahren, welche ein astronomisches Wissen voraussetzt, welches wir Europäer bis zum Tode von Galileo Galilei nicht hatten.

Mit HI-Bolivia gibt es interessante Tagesausflüge dorthin. Sie können im HI-Büro in La Paz gebucht werden.

Jesuitenmissionen der Chiquitos


Beeinflusst von der Vorstellung europäischer Philosophen des 16. Jahrhundert von der idealen Stadt gründeten die Jesuiten zwischen 1696 und 1790 im Gebiet der Chiquitos (im Osten Boliviens, östlich und nordöstlich von Santa Cruz) mehrere Siedlungen für zum Christentum missionierte Ureinwohner, die sogenannten Jesuitenreduktionen. In ihnen vermischte sich die christliche Architektur mit der traditionellen einheimischen Bauweise zu einem eigenen Stil.
Die als UNESCO-Weltkulturerbe geschützten sieben, renovierten Holz-Kirchen stehen in den letzten erhaltenen Siedlungen dieser Art in Bolivien.

Samaipata & El Fuerte


Die „Festung von Samaipata“ ist eine Ruinenstätte der Inkakultur und seit 1998 als Weltkulturerbe der UNESCO geschützt.
Nach Einschätzung von Historikern diente dieser Ort schon vor den Inkas als Zeremonialstätte. El Fuerte de Samaipata gilt mit seinem behauenen Felsen als einzigartiges Zeugnis der Traditionen und Kulte in der Zeit vor der spanischen Eroberung Südamerikas.


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Parque Nacional Noel Kempff Mercado


Der Nationalpark Noel Kempff Mercado liegt im Amazonasbecken in Bolivien und ist seit 2000  Weltnaturerbe der UNESCO.
Der Park liegt abgelegen und ist schwer zu erreichen, ein Besuch lohnt sich aber.

 




Parque Nacional Torotoro


Der Torotoro-Nationalpark bietet schöne Natur in faszinierender Landschaft. Hier erlebt man Geologie und Palentologie mit Dinosaurierspuren, Fossilien von Meerestieren, in einem faszinierender Cañon als lebendige Geschichte.

 

Parque Nacional Madidi


Der Madidi-Nationalpark liegt im Nordwesten Boliviens und erstreckt sich von den östlichen Ausläufern der schneebedeckten Anden-Kordillere bis in den westlichen Teil des tropischen Amazonas-Flussgebietes mit den Flüssen Río Madidi und Río Tuichi.
Aufgrund der großen klimatischen Unterschiede und der damit einhergehenden Vielfalt von Lebensräumen befindet sich hier eine Vielzahl unterschiedlichster Tier- und Pflanzenarten: rund 5000 Pflanzenarten, ca. 1370 Arten allein von Wirbeltieren.
Hier leben mehr geschützte Tierarten als in jedem anderen Nationalpark der Welt!

Rurrenabaque

„Rurre“ liegt im Osten des Madidi-Nationalparks und aufgrund seiner Regenwälder, Flüsse sowie Pampa und nachhaltiger Tourismusprojekte zu einem der wichtigsten touristischen Ziele Boliviens entwickelt. Die Stadt ist Ausgangspunkt für Touren in die umliegenden Pampas und den einzigartigen Madidi-Nationalpark.
Bekannt wurde die Stadt dadurch, dass sich israelische Touristen im Urwald verirrten, wovon nur einer von ihnen überlebte. Dieser fand erst nach drei Wochen in die Zivilisation zurück. Er schrieb über seine Erlebnisse ein Buch, was die Stadt bekannt machte.

Hostelling International Bolivia bietet eine viertätige Tour in Rurrenabaque an.
Zur intensiveren Reisevorbereitung und als ständiger Begleiter auf den Reisen empfehlen wir den (englischsprachigen) Bolivien-Reiseführer von Lonely Planet.

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